Ein Segen für die Versorgungssicherheit

INNSBRUCK, VILL (26.6.2009). Das 220/110 kV Umspannwerk Vill im Süden der Tiroler Landeshauptstadt ist heute in Vollbetrieb gegangen.

Das 21 Mio. € teure Umspannwerk Vill der TIWAG Netz AG im Vollbetrieb

INNSBRUCK, VILL (26.6.2009). Das 220/110 kV Umspannwerk Vill im Süden der Tiroler Landeshauptstadt ist heute in Vollbetrieb gegangen. "Damit ist termingerecht vor allem die Stromversorgung des Tiroler Zentralraumes mit der Landeshauptstadt Innsbruck langfristig gesichert und auch der Bau- und Traktionsstrom für den Betrieb des Brenner-basistunnel steht bereit". Dies betonte TIWAG-Netz AG-Vorstandsmitglied DI Franz Hairer gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Dr. Erich Entstrasser bei der Begrüßung prominenter Gäste, allen voran Landeshauptmann Günther Platter, Bürgermeisterin Hilde Zach, TIWAG-Netz-AG-Aufsichtsratsvorsitzendem Dr. Bruno Wallnöfer und Abt Mag. Raimund Schreier, der im Rahmen der Inbetriebnahmefeier das gelungene Werk segnete.

LH Platter: Eigene Kraftwerke und leistungsfähige Stromnetze

LH Platter bekräftigte den Willen der Tiroler Landesregierung zum Ausbau der umweltfreundlichen heimischen Wasserkraft, "denn es soll durch das neue Umspannwerk Vill ebenso wie durch die neue Hochspannungsleitung im Zillertal möglichst viel heimischer Strom fließen". Die jüngst erzielte Einigung der Bundesregierung über die Beschleunigung der Genehmigungsverfahren beim Kraftwerksbau begrüßte der Landeshauptmann. Dass dabei die Umwelt keinesfalls zu kurz kommen dürfe, beweise gerade auch die Erfüllung zahlreicher entsprechender Auflagen beim Umspannwerk Vill. Platter: "Und wenn das Land Tirol nunmehr schon jetzt den Bau- und Traktionsstrom für den Brennerbasistunnel bereitstellt, dann hat sich diese Investition doppelt gelohnt."

BM Zach: Sicherer Strom für Innsbrucks Bürger und Betriebe

Bürgermeisterin Zach zeigte sich angetan vom landschaftsbildschonend und architektonisch ansprechend umgesetzten Umspannwerk. Noch mehr jedoch freute sie sich darüber, dass die Bevölkerung und die Betriebe in und um Innsbruck nun wieder eine für Jahrzehnte gesicherte Versorgung mit elektrischer Energie besitzen: "Ein sicherer Strom ist die Basis für ein sicheres Leben und erfolgreiches Arbeiten." Deshalb sei die Stadt bei der Umsetzung des Projektes auch gerne behilflich gewesen und habe die TIWAG-Netz-AG bei den Verhandlungen mit der Agrargemeinschaft Vill von Anfang an unterstützt.

Wallnöfer: Lob für Behördenverfahren

Die TIWAG mit ihrer Tochter TIWAG-Netz AG bleibe weiterhin der Garant für eine sichere, umweltverträgliche und preisgünstige Stromversorgung Tirols, unterstrich Wallnöfer: "Dies um so mehr dann, wenn wir unsere Projekte zum angemessenen Ausbau der heimischen Wasserkraft zügig realisieren können." Die Spezialisten der TIWAG arbeiten im Dialog mit den Beteiligten besonders umweltschonende Projekte aus. Auch Wallnöfer zählt auf die Novelle zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) und auf die Zusammenarbeit mit den Behörden. Gerade das Umspannwerk Vill zeige, dass eine ausgezeichnete Kooperation möglich sei, "und darüber können wir uns gemeinsam freuen".

21 Millionen Euro für sichere Stromversorgung

Trotz aller – gerade auch von der TIWAG forcierten - Sparbemühungen machte der langfristig weiter steigende Stromverbrauch die Errichtung eines leistungsfähigen Umspannwerkes im Süden von Innsbruck notwendig", erklärt Hairer. Entstrasser: "Daher entschloss sich die TIWAG-Netz AG zu der mit 21 Millionen Euro seit Jahrzehnten größten Einzelinvestition im Tiroler Stromnetz."

Eine Baufläche von 2,5 ha

Auf dem rund 2,5 ha großen Areal nördlich der Zenzenhofausfahrt entstand in knapp eineinhalbjähriger Bauzeit das Umspannwerk samt einem von Architekt Gerhard Hauser gestalteten Schalthaus. Entstrasser: "Dabei galt es sowohl strenge Elektrotechnik- als auch Naturschutzauflagen seitens der Behörden als auch technische Bedingungen wegen der unmittelbaren Autobahnnähe seitens der Asfinag zu erfüllen."

Ein 200 to-Transformator-Koloss

Eine wichtige Bauetappe war die Anlieferung und Montage des rund 200 Tonnen schweren Transformators mit einer Leistung von 180.000 kW. Hairer: "Von besonderem Vorteil erweist sich der Standort Vill durch seine einfache Anbindung an die bestehende 220 kV-Leitung und 110 KV-Leitung, die beide über das Grundstück führen." Bislang wurde der Tiroler Zentralraum alleine vom Umspannwerk Thaur aus versorgt. Die zweite Einspeisung aus dem UW Vill bedeutet daher einen enormen Sicherheitsgewinn für die Stromversorgung des Tiroler Zentralraumes.

Fotos : Vendori

Für weitere Auskünfte:

TIWAG-Netz AG
Bert-Köllensperger-Straße 7
6065 Thaur

Vorstandsdirektor DI Franz Hairer
Tel. 050708-26270
Mail: franz.hairer(at)tiwag-netz.at

Vorstandsdirektor Mag. Dr. Erich Entstrasser
Tel. 050708-26310
Mail: erich.entstrasser(at)tiwag-netz.at

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