Erneuerung der 110kV Leitung Kirchbichl-Kufstein

Ausgangssituation:

Ein Großteil der 110kV-Leitung zwischen den Umspannwerken Kirchbichl und Kufstein wurde im Jahre 1938 errichtet.

Nachdem einzelne Komponenten vor dem Erreichen ihrer technischen Lebensdauer standen, wurde ein Sanierungskonzept für den Leitungsabschnitt ausgearbeitet und die Sanierung im Bestand eingeleitet.

Maßnahmen:

Die noch aus dem Errichtungsjahr 1938 stammenden 19 Original-Tragwerke (16 Tragmaste und 3 Abspannmaste) wurden zwischen August 2013 und Mai 2014 erneuert.

Im Zuge der Arbeiten wurden die Maste durch typgleiche Tragwerke an denselben Standorten ersetzt, die Fundamente und Erdungen erneuert, und die Seile und Seilarmaturen getauscht.

Um die Flurbeeinträchtigung möglichst gering zu halten wurde die Bauzeit außerhalb der Vegetationsperiode angesetzt und die Verlegung von Baggermatten für die Mastzufahrten auf Feldflächen forciert.

Der Tausch der Tragwerke erfolgte durch Einlegen der Leiter- und Erdseile in Rollen, ohne die bestehenden Seile zu entfernen, und durch Wegheben und sorgfältiger Verankerung der bestehenden Maste. Damit konnte die Versorgungssicherheit jederzeit gewährleistet werden.

Danach wurden die Bestandsfundamente entfernt, die neuen Mastfußverbände gestellt und die neuen Fundamente errichtet. Erst nach der Errichtung der neuen Masten konnten die Leiter- und Erdseile auf diese übernommen und die alten Tragwerke demontiert werden. Zur Minimierung der erforderlichen Abschaltzeiten wurde am Mast Nr. 33 ein Provisorium mit Unterstützung durch MS/T errichtet.

Für die Leitungsertüchtigung wurden Tragwerke und Komponenten, nach neuestem Stand der Technik verwendet, die einen sicheren und zuverlässigen Betrieb der Leitungsanlage für die nächsten Jahrzehnte sicherstellen werden.

 

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