Sturm zog Spur der Verwüstung – über 38.000 Haushalte ohne Strom

Ein schwerer Sturm hat am Samstagabend im Tiroler Unterland für Verwüstungen gesorgt. Dadurch waren auch über 38.000 Haushalte zeitweise ohne Stromversorgung.

Um ca. 18:25 Uhr haben zahlreiche Baumstürze, verursacht durch orkanartige Sturmböen, sowohl die 110 kV-Doppelleitung von Kirchbichl nach St.Johann/Kitzbühel wie auch die 110 kV-Leitung von Kirchbichl nach Ellmau schwer beschädigt. Der damit verbundene Totalausfall der Hochspannungsversorgung führte zum großflächigen Versorgungsausfall im Tiroler Unterland.

Die Lage erschwerte sich weiters, da umgestürzte Bäume eine Reihe von Beschädigungen an Mittelspannungsleitungen verursachten. Zudem führten zahlreiche Schäden an Hausdächern zu unzähligen Unterbrechungen der Niederspannungsversorgungen.

In 29 Unterländer Gemeinden mit ca. 715 Versorgungsstationen waren über 38.000 Haushalte zeitweise ohne elektrische Stromversorgung.

Um 21:19 Uhr konnte die Schadensstelle auf der 110 kV-Doppelleitung bei Reith b. Kitzbühel behoben werden, somit konnten ab 21:25 Uhr ein Großteil der Kunden wieder versorgt werden. Einige Stationen mit ca. 800 Kunden blieben zu diesen Zeitpunkt weiterhin unversorgt.

Um 02:30 Uhr war die 25 kV-Leitung von Kirchbichl nach Kundl repariert und konnte zugeschaltet werden. Damit wurden auch jene Kunden wieder versorgt, deren Störungsursprung nicht in der örtlichen Niederspannungsversorgung lag.

Um 04:40 Uhr wurde die beschädigte 110 kV-Leitung bei Ellmau ebenfalls wieder in Betrieb genommen.

Über den ganzen Sonntag arbeiteten MitarbeiterInnen der TIWAG-Netz AG intensiv an der Behebung der unzähligen Schäden im Niederspannungsnetz, damit auch der letzte Kunde wieder mit Strom versorgt werden konnte.

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