Test der Löschwasseranlage im Umspannwerk Kirchbichl

Am 27. Mai wurde im Umspannwerk Kirchbichl der TINETZ-Stromnetz Tirol AG eine Druckkessel-Inneninspektion am Löschwasserbehälter des 220/110kV Transformators durch den TÜV durchgeführt. Der Löschwasserbehälter hat die Aufgabe im Falle eines Brandes am Transformator den Brand zum Erlöschen zu bringen.

Der Löschwasserbehälter im UW Kirchbichl hat ein Innenvolumen von 25 m³ und ist mit ca. zwei Drittel Wasser gefüllt. Im verbleibenden Hohlraum wird die Luft mit einem handelsüblichen Kompressor auf ca. 10 bar, immerhin das 4-fache eines Autoreifens, verdichtet, daraus erwächst auch die TÜV- Prüfpflicht.

Bei einer Brandauslösung drückt die Pressluft das Löschwasser aus dem Behälter. Über Rohrleitungen und etliche Auslassdüsen wird der Transformator in eine Wasser-Sprühnebel-Wolke gehüllt. Die Kühlwirkung des verdunstenden Wassers soll den Transformator mit seiner Isolieröl-Füllung soweit abkühlen, dass ein Brand erlöschen kann. Damit die Löschanlage sowohl im Sommer als auch im Winter funktioniert, braucht der Behälter noch eine Heizung zur Verhinderung von Eisbildung und eine starke Wärmeisolierung.

Alle 6 Jahre ist diese Inspektion vorgeschrieben, ein willkommener Anlass, den Löschmechanismus auszulösen und scharf zu testen. Die Mitarbeiter des TÜV können anschließend das Innere des entleerten Löschwasserbehälters auf Schäden am Korrosionsschutz und auf Rostbildung untersuchen. Wenn keine Beanstandungen vorliegen, wird der Behälter wieder mit frischem Wasser befüllt.

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