TINETZ nahm Ringleitung für Achenseegemeinden in Betrieb

ACHENKIRCH, PERTISAU (10.12.2013). Die TINETZ hat zwischen Achenkirch und Pertisau ein 30kV-Kabel längs durch den bis 133 Meter tiefen Achensee verlegt. Zweck dieser außergewöhnlichen und 2,3 Millionen Euro teuren Investition ist die Erhöhung der Versorgungssicherheit der Bevölkerung sowie der Gewerbe- und Tourismusbetriebe im Achental durch die neue Ringverbindung mit elektrischer Energie. TINETZ-Vorstandsmitglied DI Franz Hairer und dessen Vorstandskollege Mag. Thomas Trattler betonten nach Abschluss der aufwändigen Arbeiten in Pertisau: Der Winter kann kommen!

Bürgermeister Franz Hausberger, Gemeinde Eben (zu der auch Pertisau gehört), sowie der Achenkircher BM Stefan Messner und BM Helmut Margreiter (Steinberg am Rofan) begrüßten die künftig wesentliche Verbesserung der Stromversorgung der Achensee-Gemeinden. Alle drei bekräftigten das gute Klima der Zusammenarbeit mit der TINETZ.

Aufwändige Verlegearbeiten

Der Inbetriebnahme der Ringleitung gingen aufwändige Vorbereitungs- und Verlegearbeiten voraus, berichtete Projektleiter Ing. Gerhard Huber. So musste ein eigenes 42 Meter langes und 9 Meter breites Verlege-Floß zusammengebaut werden. Dieses Floß war mit drei großen, je 30 Tonnen schweren Kabeltrommeln bestückt.

6800 Leitungsmeter bis in 133 Meter Tiefe

Das Seekabel besteht aus drei Einleiterkabeln. Diese wurden am Floß mit speziellen Kabelbindern gebündelt und auf den Seegrund abgesenkt. Gemeinsam mit dem Seekabel wurde auch ein Lichtwellenleiterkabel verlegt. Die Kabelverlegung startete in Achenkirch mit dem Einziehen in die bereits vorbereitete Leerverrohrung bis zum Abspannblock beim Campingplatz. Dann wurde das Floß entlang der vorgesehenen Verlegeroute geführt und das Kabelbündel innerhalb eines Tages auf den Seegrund abgesenkt. In Pertisau wurde beim Hotel Fürstenhaus das Kabel nunmehr ebenso in die dort vorbereitete Leerverrohrung eingezogen und am Abspannblock verankert. Der TINETZ-Vorstand hob das rege Interesse der Bevölkerung sowie der Medien an dieser innovativen Art der Kabelverlegung als besonders erfreulich hervor. Alle Arbeiten an diesem technisch sehr herausfordernden Projekt verliefen genau nach Plan und vor allem unfallfrei. Die Achensee-Gemeinden können nunmehr beruhigt in die Wintersport-Saison starten.

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