TINETZ startet Verkabelungsoffensive in Osttirol

LIENZ, THAUR (21.2.2014). Die TINETZ Stromnetz Tirol AG wird in Osttirol eine Verkabelungsoffensive starten. Störungsanfällige Stromleitungen speziell im Lesach-, Villgraten- und Defereggental in der Länge von zusammen rund zehn Kilometern werden unter die Erde verlegt. Dies ist das Ergebnis eines „Stromgipfel-Gespräches“, zu dem Landeshauptmann Günther Platter alle Beteiligten am Freitag in die Bezirkshauptmannschaft Lienz geladen hatte. Nach den heftigen Schneefällen rund um den Jahreswechsel waren mehrere Gemeinden in Osttirol tagelang nicht erreichbar und hatten z. T. auch keinen Strom.

Zwei-Millionen-Euro-Sonderbauprogramm

Gemeinsam mit Platter und TINETZ-Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Bruno Wallnöfer präsentierten die TINETZ-Vorstände DI Franz Hairer und Mag. Thomas Trattler ein Sonderbauprogramm mit folgenden Schwerpunkten:

Lesachtal:Verkabelung der 30 kV Freileitung im Bereich Gostenwald ebenso wie in Untertilliach Aue und bei Kartitsch „Äußerst“ 
Villgratental:Verkabelung der 30 kV Freileitung im Bereich Lanzbrücke bis Klamperplatz
Defereggental:Verkabelung St. Jakob/Bad Grünmoos bis Mariahilf entlang der Landesstraße

 

Dafür ist alleine für heuer ein außerordentliches Budget von rund zwei Millionen Euro vorgesehen, betonen Hairer und Trattler. Insgesamt investiert die TINETZ in den nächsten drei bis vier Jahren 42 Mio. € in die nachhaltige Sicherung der Stromversorgung in Osttirol.

Straffes Genehmigungs- und Umsetzungsprogramm

Für die geplanten Ausbaumaßnahmen müssen nun zunächst Verfahren nach dem Starkstromwegerecht, Forstrecht und Naturschutz abgewickelt werden. Diese dauern Trattler und Hairer zufolge erfahrungsgemäß rund acht bis zehn Wochen. Parallel dazu ist für die Verkabelung die Zustimmung der Grundbesitzer einzuholen. Die eigentliche Trassierung geht nach der Schneeschmelze ab April/Mai los und muss vor dem Wintereinbruch bis spätestens Mitte November 2014 abgeschlossen sein.

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