Klares Bekenntnis zum Netzausbau in Osttirol

THAUR (15.12.2020). Die massiven Schneeausfälle und damit verbundenen Stromunterbrechungen in weiten Teilen Osttirols waren der Inhalt einer heutigen Videokonferenz mit den Bürgermeistern der drei Planungsverbände, Bezirkshauptfrau Olga Reisner sowie Sicherheitslandesrat LH-Stv. Josef Geisler.

Für TINETZ-Geschäftsführer Thomas Rieder steht dabei fest: „Es gibt keine hundertprozentige Sicherheit bei solchen extremen Wetterereignissen. Das zeigen auch die Netzausfälle in Kärnten und der Steiermark. Trotzdem sind wir den Bürgermeistern in Osttirol im Wort, wir haben das im Frühjahr vereinbarte Verkabelungsprogramm mit 15 Projekten gestartet und werden auch die nächsten planmäßig umsetzen.“ Insgesamt werden bis 2025 rund 47 Mio. Euro investiert. Ein besonderer Fokus wird auf die zuletzt wiederholt betroffenen Gemeinden im Virgental, Defereggental und Lesachtal gelegt. „Hier haben wir mit den Arbeiten bereits begonnen“, präzisiert TINETZ-Geschäftsführer Thomas Trattler: „Wir werden aber die jüngsten Schadensfälle jetzt genau analysieren, um weitere Nachbesserungen entlang der Trassen vorzunehmen.“ Im Frühjahr sollen die überarbeiteten Projekte sowie der neue Fahrplan mit den Planungsverbänden und den Bürgermeistern im Detail abgestimmt werden. 

„Osttirol steht in der Prioritätenliste der TINETZ ganz oben. Es gibt einen Masterplan für die Versorgungssicherheit. Dieser wurde heuer zu Jahresbeginn präsentiert und wird konsequent umgesetzt. Darüber hinaus wird jetzt genau analysiert, wo im Netz es neuralgische Stellen gibt, die bisher nicht auf dem Radar waren“, betont LH-Stv. Geisler und setzt hier und bei der Umsetzung der Maßnahmen auf die aktive Mitarbeit der Gemeinden. Was den Verkabelungsgrad der Mittelspannungsleitung in Osttirol angeht, so werde dieser nach Abschluss der bereits geplanten Maßnahmen sogar über dem Tiroler Landesschnitt liegen. Nicht die TINETZ sei für die für die Bevölkerung sehr belastenden Stromausfälle verantwortlich gewesen, sondern die langanhaltende außerordentliche Wetterlage. Aber auch aus diesem Extremereignis werde man wieder lernen und die notwendigen Schlüsse ziehen. „An dieser Stelle möchte ich mich ausdrücklich bei den Mitarbeitern der TINETZ und ihren Partnern, die wortwörtlich bis zum Hals im Schnee standen und mit aller Kraft an der Wiederherstellung der Stromversorgung gearbeitet haben, bedanken“, zollt Geisler den Störtrupps höchsten Respekt. 

Einen wichtigen Beitrag für die Netzstabilität wird auch das neue Umspannwerk in Matrei i.O. leisten. Die TINETZ investiert und beauftragt den Übertragungsnetzbetreiber Austrian Power Grid AG für rund 38 Mio. Euro. Die Fertigstellung ist bis Ende 2024 geplant, die Genehmigungsverfahren sollen im Jahr 2021 abgeschlossen sein.

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