TINETZ stockt Investitionspaket für Osttirol auf

LIENZ (28.02.2020). Nach den massiven, witterungsbedingten Stromausfällen im Vorjahr verstärkt die TINETZ ihr Investitionsprogramm für den Bezirk Lienz. Zusätzlich zu den bereits geplanten 14 Mio. Euro bis 2025 stellt der Netzbetreiber noch einmal 5,8 Mio. Euro für konkrete Maßnahmen in betroffenen Osttiroler Gemeinden - von Sillian bis Matrei i.O. - bereit.

LH-Stv. Josef Geisler, Bezirkshauptfrau Olga Reisner mit den TINETZ-Geschäftsführern Thomas Trattler (3.v.li.) und Thomas Rieder (2.v.re.) sowie den Planungsverbandsobleuten Matthias Scherer, Andreas Köll und Josef Mair bei der Präsentation der Pläne für den Ausbau der Versorgungssicherheit in Osttirol. Foto: TINETZ/platzermedia

Zusätzliche Verkabelungen

„Osttirol war in den vergangenen Jahren mehrfach von schweren Naturereignissen und Unterbrechungen in der Stromversorgung betroffen. Mit diesen Investitionen in das Leitungsnetz rüsten wir uns noch besser für derartige Ereignisse und erhöhen die Versorgungssicherheit“, begrüßt der Landeshauptmannstellvertreter Josef Geisler als zuständiger Energie- und Katastrophenschutzreferent das Maßnahmenpaket. Konkret wurden in enger Abstimmung mit der Bezirkshauptmannschaft und den Planungsverbänden nach den Ereignissen im letzten Jahr weitere 31 Projekte in 15 Gemeinden definiert, die jetzt vorgezogen und bis 2025 umgesetzt werden sollen.
 
„Wir werden unsere Verkabelungsoffensive für Osttirol weiterführen“, erläutert TINETZ-Geschäftsführer Thomas Rieder. Bereits in den letzten vier Jahren wurden Projekte in 13 Osttiroler Gemeinden durchgeführt. Von den neuen Maßnahmen sollen insbesondere auch Seitentäler wie das Virgental, Defereggental oder das Pustertal und Lesachtal profitieren. „Diese Abschnitte waren zuletzt besonders betroffen“, erklärt TINETZ-Geschäftsführer Thomas Trattler: „Wichtig ist uns dabei rasch wirksame Maßnahmen zu setzen und so werden von den 31 Maßnahmen bereits rund die Hälfte in 2020 gestartet.“

Neues Umspannwerk in Matrei

Auch die Planungen für ein neues Umspannwerk der TINETZ in Matrei i.O. laufen auf Hochtouren. „Diese Einrichtung ist neben dem Umspannwerk Lienz essentiell für die Netzabstützung und wird die Versorgungszuverlässigkeit insbesondere für das nördliche Iseltal ganz wesentlich erhöhen“, so Thomas Rieder. Die Inbetriebnahme ist für 2023 geplant. Die Baukosten betragen rund 30 Mio. Euro und werden von TINETZ und dem Übertragungsnetzbetreiber Austrian Power Grid AG (APG) getragen.

„Für 2020 ist darüber hinaus gemeinsam mit der TIWAG als Kraftwerksbetreiber eine große Übung zum Netzwiederaufbau in Osttirol geplant“, so Thomas Trattler. Bis dahin sollen auch die Voraussetzungen für einen möglichen Inselbetrieb von Gemeindekraftwerken abgestimmt werden. Die TINETZ wird in weiterer Folge alle Maßnahmen auch mit den Bürgermeistern der Osttiroler Gemeinden im Detail abstimmen.

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