Auf dieser Seite finden Sie verschiedenste Informationen zu Ihren Fragen zum neuen Kundenportal, Anschlussentwicklungen, Entwicklungen Photovoltaik-Anlagen und vieles mehr!

Neues Kundenportal

Entwicklung Anschlussanfragen

Entwicklung Photovoltaik

Netzausbau

Neue Antragsmöglichkeiten

Seit Anfang November 2022 können Anträge für neue Photovoltaikanlagen über das neue TINETZ-Kundenportal eingereicht und die Bearbeitung damit wesentlich beschleunigt werden. Alleine im November sind über 1.000 neue PV-Anfragen eingelangt.

Die aktuellen Entwicklungen auf den Strommärkten haben einen regelrechten Boom bei Photovoltaikanlagen ausgelöst. Die Zahl der Anträge hat sich gegenüber den Vorjahren verzehnfacht und damit auch unsere Systeme an die Grenzen gebracht. Zur Höchstzeit (Ende Oktober) waren über 5.000 PV-Anträge unerledigt. Dabei wurden zu diesem Zeitpunkt bereits mehr Anträge bearbeitet als im Rekord-Vorjahr. Bis zum Jahresende rechnet TINETZ mit einer Verdoppelung der Einspeise-Verträge.

Dazu wurden die Prozesse für die Bearbeitung der Anträge neu strukturiert und digitalisiert: Über das neue TINETZ-Kundenportal kann das Ansuchen jetzt schnell und unkompliziert gestellt werden. Die direkte Weiterleitung von der aktuellen Online- Anschlussanfrage auf der TINETZ-Homepage erfolgt automatisch. Auch der Großteil der „Altfälle“ konnte auf diese Weise mittlerweile abgearbeitet und den KundInnen ein entsprechendes Angebot zugestellt werden.

Sie wollen eine Photovoltaik Anlage in Betrieb nehmen oder erweitern und erzeugte elektrische Energie in das Verteilnetz von TINETZ einspeisen? Dann beantragen Sie Ihren Anschluss bitte hier auf unserem neuen Kundenportal:

Entwicklung der Anschlussanfragen

Treiber für die Anschlussanfragen und deren markanter Anstieg zwischen 2015 und 2020 war Großteils der Bauboom, seit 2021 ist dies hauptsächlich das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG 2020) und die Möglichkeit für unsere Kunden aktiv am Energiemarkt teilzunehmen. Die Forcierung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen (Wasser, Sonne, Wind, etc.) sowie die Dekarbonisierung des Wärme- und Verkehrssektors erfordern dabei einen zielgerichteten Ausbau des Verteilernetzes und die netztechnisch sichere Integration dieser dezentralen Stromeinspeisung sowie Heiz- und Ladesysteme in die Energieverteilung. Eine große Herausforderung für Netzbetreiber stellt in der Umsetzung die bislang beispiellose, rasante und flächendeckend zeitgleiche Ausbauanforderung dar.

Die Bereitschaft und Erwartungshaltung der Kunden zur Errichtung privater PV-Anlagen ist durch massive Fördermechanismen von Bund und Land groß. Die Dynamik wird durch Krisen (Pandemie, Ukraine-Krieg, Klimaerwärmung) weiter zunehmend verschärft. In Folge können neben den Marktteilnehmern im Energiesystem auch die Produzenten, Lieferanten und Monteure der Anlagen (dezentrale Erzeugungsanlagen, E-Ladesäulen, Heizsysteme) sowie die administrativen Abwicklungsstellen (Förderstellen, Behördenverfahren für Anlagengenehmigungen) mit dem Kundenbedarf und den Marktentwicklungen nicht schritthalten.

TINETZ hatte in der Vergangenheit jährlich etwa 5.000 bis 6.000 Anschlussanfragen zu bearbeiten, davon rund 700 bis 1.000 betreffend Einspeiser (vorwiegend Photovoltaik). Im Jahr 2021 war ein Anstieg der Anfragen auf 8.700 Anschlussanfragen zu verzeichnen (davon über 2.000 Einspeiser).

Vor allem im Jahr 2022 ist die TINETZ (wie alle anderen Verteilernetzbetreiber in Österreich) durch Fördermaßnahmen und vor allem durch die Entwicklung auf den Energiemärkten in Folge der Ukrainekrise mit einem massiven Anfrageboom für PV-Anlagen konfrontiert: Die Zahl der Netzzugangsanfragen für PV-Anlagen hat sich gegenüber den Vorjahren verzehnfacht und damit auch die Abläufe der TINETZ und Systeme (so wie auch bei Förderstellen, Behörden, Anlagenzulieferer und Installateure etc.) an die Grenzen gebracht:

TINETZ hat bis Ende Oktober 2022 bereits mehr Netzzugangsangebote als im Rekord-Vorjahr gesamt versandt – wir gehen für das Jahr 2022 von bis zu 17.000 Anschlussanfragen aus und werden etwa um 70% mehr Netzzugangsangebote an unsere Kunden übermitteln als im Vorjahr.

Dieses Niveau der Anfragen wird die nächsten Jahre jedenfalls anhalten bzw. weiter steigen. TINETZ begrüßt und unterstützt die gesetzten Maßnahmen durch Bund und Land zur Förderung der Erneuerbaren Energien. Je mehr dezentrale Erzeugungsanlagen von Privatpersonen und Firmen ins Netz einspeisen, desto besser werden die Klima- und Energieziele von Bund und Land Tirol unterstützt. Der überwiegende Anteil der PV-Anlagen wird aktuell auch von Privaten und Firmen errichtet – somit greifen die aktuellen Fördermaßnahmen und unterstützen die gesteckten energiepolitischen Ziele. Darüber erfordern zukünftig viele Anwendungen zur Deckung des Wärme- und Warmwasserbedarfs oder für den Verkehr (z.B. Wärmepumpen, E-Mobilität) zusätzlichen Strom aus Erneuerbaren, um für den Klimaschutz die erforderliche Dekarbonisierung des Energiesystems voran zu treiben.

Derzeit sind Netzzugangs-Anfragen für private E-Ladestationen im Home-Bereich, oder den Anschluss von Wärmepumpen eher noch untergeordnet. Bei anderen Verteilernetzbetreibern sind diese aber bereits ein ähnlich starker Treiber für einen notwendigen Netzausbau wie PV-Anschlüsse.

Entwicklung der Inbetriebnahmen von PV-Einspeisern

Bis Ende 2021 waren im Netz der TINETZ insgesamt 8.208 PV-Anlangen installiert mit einer Gesamt-leistung von 115.207 kWp. Mit den eingelangten Anfragen gehen wir davon aus, dass wir im Jahr 2022 bis zu 11.500 Netzzugangsangebote für Einspeiser an unsere Kunden übermitteln werden. Aufgrund des Förderkalenders wird eine große Zahl der Anlagen, die einen Netzzugangsvertrag erhalten haben, erst im nächsten Jahr in Betrieb gehen.

TINETZ wird im Jahr 2022 mit etwa 2.000 neuen Einspeiseanlagen ein ¼ aller bisher überhaupt im Netz der TINETZ installierten PV-Anlagen in einem einzigen Jahr zusätzlich in Betrieb nehmen! Ein weiterer Rekordzuwachs für das Jahr 2023 ist bereits absehbar.

Die Klima- und Energieziele des Bundes und der Länder (Ziel 2030 – Gesamtstromverbrauch 100% aus erneuerbaren Energiequellen sowie Klimaneutralität bis 2040 oder für die Energieautonomie Tirols bis 2050 mit nahezu vollständigem Verzicht auf fossile Energieträger) machen es notwendig diese Anstrengungen massiv weiter zu forcieren.

Sie wollen eine Photovoltaik Anlage in Betrieb nehmen oder erweitern und erzeugte elektrische Energie in das Verteilnetz von TINETZ einspeisen? Dann beantragen Sie Ihren Anschluss bitte hier auf unserem neuen Kundenportal:

Geplanter Netzausbau

Nachdem die Netzlasten und die Einspeisungen der Erneuerbaren nicht zu jedem Zeitpunkt ident sind, müssen die Netze verständlicherweise für die anstehende „Doppelbelastung“ sicher ausgebaut werden – einmal für die Summe der Lasten im Netz - z.B. an einem kalten und trüben Wintertag ohne Sonne, Wind und nur mit wenig Wasserdargebot - und (nahezu getrennt) für die Summe der Einspeisungen im Netz – z.B. an einem Sommer-Sonn- oder Feiertag mit viel Sonne, Wind, Wasserdargebot und wenig Lasten).

Neben dem zusätzlichen Netzausbau wird dabei auch die Stabilität des Netzbetriebes im Verteil- und Übertragungsnetz eine Herausforderung, weil „stabile“ fossile Kraftwerke (Atom-KW, Kohle-KW, Gas-KW etc.) sukzessive vom Netz gehen und durch „volatile“ (also schwankend weil wetterabhängig) Wind- und PV-Erzeugung ersetzt werden. Im Verteilernetz wird darüber hinaus die Spannungshaltung in ländlichen Versorgungsnetzen eine zusätzliche Herausforderung. Dafür sind umfangreiche und zeitgerechte Netzausbauten erforderlich, um für die Kunden den Netzbetrieb mit der bislang gewohnten Versorgungssicherheit aufrecht zu erhalten.

Angesichts der enormen Anforderungen aus der Energiewende müssen in den kommenden Jahren auch die Netze verstärkt und ausgebaut werden. Die konkreten Pläne dafür sind derzeit in Ausarbeitung.

Bis 2030 sind die Investitionen in die Netzinfrastruktur österreichweit (und so auch bei der TINETZ) dabei in etwa zu verdoppeln und bis 2040 gegenüber heute zu vervierfachen, um die gesteckten Ziele von Bund und Land zu erreichen. Die Energiewende erfordert einen massiven und breitflächigen Ausbau der Netzinfrastruktur auf allen Spannungsebenen mit entsprechender Berücksichtigung in den Netztarifen!

Sie haben weitere Fragen, dann kontaktieren Sie uns bitte über unsere Service & Kontakt Seite. Unser Kundenservice ist bemüht, ihre Fragen schnellstmöglichst zu klären.