30.01.2026

Ringschluss stärkt Versorgungssicherheit im Oberland

ARZL i. P. (30.01.2026). Das Pitztal und das Kaunertal waren bislang nur über jeweils eine 25-kV-Stichleitung versorgt und damit ohne Back-Up-Lösung für Ausfälle. Durch den neuen, sogenannten Ringschluss bekommen beide Täler eine unabhängige Anbindung an die Umspannwerke in Prutz und Imst.

Die Verbindung erfolgt dabei unterirdisch entlang des Gepatsch Stausees und über den bestehenden Beileitungsstollen zum Gepatschspeicher.

„Wir verlegen dafür auch vom Stollenportal in der Nähe der Talstation der Pitztaler Gletscherbahnen ein ca. zehn Kilometer langes Kabel bis zum Stollenportal in der Mitte des Ostufers des Gepatsch-Stausees“, erklärt TINETZ-Geschäftsführer Thomas Rieder. Die Arbeiten starteten bereits im Dezember und sollen bis März abgeschlossen sein, das Gesamtprojekt bis Herbst 2026.

TINETZ nimmt allein für den Ringschluss rund 9,2 Mio. Euro in die Hand. Die Gesamtinvestition in beiden Tälern beträgt 15,4 Mio. Euro und schafft zugleich zusätzliche Netzkapazitäten für lokale Einspeiser und Erzeugungsanlagen.

„Im Pitztal waren wir in den letzten Jahren aufgrund von Unwetterereignissen und damit verbundenen Ausfällen in der Stromversorgung einigermaßen leidgeprüft. Mit dem Ringschluss bekommen wir jetzt eine nachhaltige Absicherung“, freut sich auch Bürgermeister Elmar Haid.

Bildunterschrift (Fotonachweis: TINETZ/Berger): Strom-Schulterschluss zwischen dem Pitztal und Kaunertal (v.re.): TIWAG-Vorstandsdirektor Michael Kraxner und TINETZ-Geschäftsführer Thomas Rieder mit Bgm. Elmar Haid (St. Leonhard), Dietmar Leitner (Pitztaler Gletscherbahnen) und Bgm. Christian Kalsberger (Kaunertal).