gesetzliche Anpassungen gemäß Verordnung
Mit der Novelle der SNE-VO 2026 werden die Stromnetzentgelte neu festgelegt. Für Netzkund:innen bedeutet das eine Anpassung einzelner Preisbestandteile, die transparent und nachvollziehbar geregelt ist. Auf dieser Seite zeigen wir, wie sich der Strompreis zusammensetzt, welche Bestandteile sich ändern und warum sich die Netzrechnung trotz gestiegener Netztarife insgesamt günstiger wird.
Der Strompreis besteht aus mehreren Komponenten. Einen Teil bilden die Energiekosten, also der Preis für die tatsächlich gelieferte elektrische Energie. Ein weiterer wesentlicher Bestandteil sind die Netzkosten. Sie decken den Betrieb, die Wartung und den Ausbau des Stromnetzes ab und stellen sicher, dass Strom jederzeit zuverlässig zu den Netzkund:innen gelangt. Hinzu kommen gesetzlich festgelegte Steuern und Abgaben.
Die folgende Grafik zeigt anhand eines beispielhaften Haushalts mit einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh, wie sich diese Bestandteile zusammensetzen. Dabei wird deutlich: Auch wenn die Netztarife im Zuge der SNE-VO 2026 angepasst werden, sinken gleichzeitig Steuern und Abgaben. Diese Entlastung wirkt sich positiv auf die Netzrechnung aus, sodass sie in Summe um 9 % günstiger wird.
Gut zu wissen:
Die Höhe der Netzentgelte wird nicht von TINETZ festgelegt, sondern von der nationalen Regulierungsbehörde E-Control. Sie überwacht die Netzbetreiber und erlässt jährlich eine Verordnung, die die Netzentgelte für das Folgejahr verbindlich festlegt. Netzentgelte sind dabei nicht nur ein Kostenfaktor auf der Stromrechnung, sondern auch eine Investition in eine sichere und zukunftsfähige Stromversorgung in Tirol.
Die dargestellte Grafik basiert auf dem Sommer-Nieder-Arbeitspreis (SNAP), einem speziellen Netztarif für die Sommermonate, der für Stromverbrauch in Zeiten hoher erneuerbarer Stromerzeugung, etwa durch Photovoltaik, gilt. Voraussetzung ist die Aktivierung von Viertelstundenwerten im Kundenportal, damit der reduzierte Tarif automatisch berücksichtigt werden kann.
Weitere Informationen zum Sommer-Nieder-Arbeitspreis.
Bis zu 20 Mrd. Euro pro Jahr fließen in fossile Energieimporte aus politisch unsicheren Ländern und fehlen für heimische Investitionen.
Investitionen in die Energiewende erhöhen Versorgungssicherheit, Preisstabilität, Unabhängigkeit und leisten einen Beitrag zum Klimaschutz.
Die Energiewirtschaft schafft über 100.000 Arbeitsplätze, trägt rund 4 Prozent zum BIP bei und drei von vier Euro, die die TINETZ investiert, bleiben im Land und stärken regionale Betriebe.
Im österreichweiten Vergleich liegen die Stromnetzentgelte in Tirol unter dem Durchschnitt. Das bedeutet, dass Netzkund:innen hier trotz hoher Investitionen weiterhin von vergleichsweise günstigen Netzpreisen profitieren.
Der aktuelle Entwurf für die Tarife 2026 zeigt das deutlich: Während der österreichische Durchschnitt für Netzentgelte bei 9,40 Cent/kWh liegt, zahlen Sie in Tirol lediglich 8,66 Cent/kWh. Wir liegen damit spürbar unter dem Bundesschnitt und verbinden höchste Versorgungsqualität mit fairen Kosten für Tirol. Zusätzlich zeigt der Vergleich mit dem Verbraucherpreisindex, dass die Entwicklung der Stromnetzentgelte in Tirol deutlich unter der allgemeinen Preissteigerung liegt.