Die Ergebnisse der Modellierung zeigen: Österreichische Haushalte zahlten im Zeitraum 2001 bis 2025 durchschnittlich rund 16 % weniger für Strom als in einem Vergleichsszenario ohne Marktöffnung. Insgesamt ergibt sich laut Studie eine kumulierte Entlastung von mehr als 15 Milliarden Euro – davon 12,7 Milliarden Euro für Haushalte.
Mit der Liberalisierung wurden Erzeugung und Vertrieb für den Wettbewerb geöffnet. Für KundInnen entstanden dadurch mehr Wahlfreiheit, bessere Vergleichsmöglichkeiten und ein stärkerer Wettbewerb bei Tarifen und Services. Der Netzbetrieb blieb weiterhin reguliert. Das heißt, Netzentgelte und zentrale Rahmenbedingungen werden nicht frei am Markt festgelegt, sondern unterliegen gesetzlichen Vorgaben und der Regulierung durch die zuständige Behörde.
Auch volkswirtschaftlich weist die Studie positive Effekte der Marktöffnung aus: Für den Zeitraum 2001 bis 2022 ergibt die Modellierung im Durchschnitt ein um 0,11 % höheres reales BIP sowie rund 2.700 zusätzliche Beschäftigte pro Jahr gegenüber dem Vergleichsszenario.
Der Blick nach vorne zeigt zugleich: Ein leistungsfähiges Stromsystem braucht das Zusammenspiel von Markt, Erzeugung, Netzen, Speichern und Flexibilität. Mit dem weiteren Ausbau erneuerbarer Energien gewinnen daher leistungsfähige Netze, Digitalisierung und intelligente Steuerung weiter an Bedeutung.
Mehr Informationen: Studie - Was hat der Strommarkt gebracht?
Fotocredit: Oesterreichs Energie / Christian Fürthner